Handwerk informiert

19. Berufsinformationsbörse in Bielefeld

Fachkräfte der Zukunft ausbilden

bib

Rund 4.000 Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klassen aus Bielefeld und Umgebung sowie Eltern und Lehrer besuchten die 19. Berufsinformationsbörse am 14. und 15. Oktober in den Räumen des Carl-Severing-Berufskollegs, um sich über 130 Berufe zu informieren, die von 90 Ausstellern präsentiert wurden.

 Mit „lebenden Werkstätten“ sorgten Innungen und deren Bildungszentren für Aufmerksamkeit und veranschaulichten, was das Handwerk für junge Leute so attraktiv macht.  Rede und Antwort standen sowohl Fachlehrer als auch Meister, Geaellen und Lehrlinge des zweiten und dritten Lehrjahres. Fasziniert schauten die Schüler zu, wie Konditoren-Lehrlinge mit geschickten Fingern aus Marzipan kleine Pferde, Rosen oder Bären modellierten. Andere ließen sich am Maler- und Lackierer-Stand Airbrush-Tattoos auf den Unterarm sprühen. Wer wollte, der durfte auch selber Hand anlegen und beispielsweise versuchen, einen möglichst langen Span von einem ca. zwei Meter langen Holzbrett zu hobeln oder einen Zimmerernagel mit möglichst wenigen Hammerschlägen ins Holz zu treiben. Spaß kam auch beim Ausbeulen eines Autodachs bei den Karosserie- und Fahrzeugbauern auf. Rund ums Auto informierte ebenfalls dle Kfz-Innung. An SHK-Berufen interessierte Schüler durften löten oder einen Hauswasseranschluss planen und am Modell durchführen. Viele tüftelten an elektrischen Schaltkreisen oder fuhren nur mit dem Hubwagen der Gebäudereiniger einige Meter in die Höhe. Das alles kann das Internet nicht bieten.

Insbesondere am zweiten Tag, einem Samstag, gab es intensive Gespräche mit Eltern über Perspektiven, Voraussetzungen, Lehrstellenangebote, Ausbildungsvergütungen und viele andere Fragen mehr. „Dieses Angebot an die Eltern wurde in diesem Jahr deutlich häufiger genutzt als in den Vorjehren“, betont Oliver Roggensack von der Ausbildungsabteilung der Kreishandwerkerschaft.

Neben den Bau- und Ausbauberufen waren die Konditoren, Gebäudereiniger, Schornsteinfeger und Zahntechniker vertreten. Ein Thema unter vielen war der demographische Wandel. Auch wenn derzeit im Bielefelder Handwerk nur in wenigen Gewerken die ersten Anzeichen von Fachkräftemangel zu spüren sei, gelte es, dieser Entwicklung durch verstärkte Ausbildungsaktivitäten vorzubeugen. Gerade in den hochtechnischen Berufen stelle man mit Besorgnis fest, dass seitens der Industrie wieder mehr vom Handwerk gut ausgebildete Fachkräfte abgeworben werden.

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